Wie Engagement auf Dauer gelingt: Kirchliche Stiftungen im Bistum tauschten sich bei Workshop aus

Sie gaben mit ihren Impulsvorträgen wertvolle Denkanstöße: (von links) Christiane Kröger, Timo Brunsmann und Christian Hörstrup

Stiftungen sind für viele Menschen eine interessante Art, langfristig abgesichert einen guten Zweck zu fördern. Allen, die sich für und in kirchlichen Stiftungen engagieren, steht das Stiftungsforum im Bistum Münster als Begleiter und Plattform für den Austausch zur Verfügung – etwa am 26. Oktober, als auf Einladung des Stiftungsforums im Liudgerhaus in Münster der Stiftungsworkshop 2015 stattgefunden hat.
 
Auf dem Programm standen drei Impulsvorträge. An diese schloss sich jeweils ein kurzer Austausch der rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zwölf Stiftungen vertraten, an. Zunächst sprach Christiane Kröger, Geschäftsführerin der Dachstiftung Caritas GemeinschaftsStiftung. Sie stellte die Arbeit der 2004 gegründeten Dachstiftung vor. Diese solle zum einen die Arbeit der Caritas im Bistum dauerhaft fördern und zum anderen treuhänderische verwaltete Stiftungen unter ihrem Dach aufnehmen. Indem sie so mehrere rechtlich unselbstständige Stiftungen bündele, übernehme sie deren professionelle Verwaltung. Damit seien Serviceangebote wie etwa Unterstützung beim Erschließen von Fördermöglichkeiten, Bündeln von Geldanlagen in Pools sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit verbunden. Heute gehörten 13 Stiftungsfonds der Dachstiftung an.

Unter dem Oberthema „Kirchliche Stiftungsaufsicht“ informierte Christian Hörstrup von der Abteilung Recht des Bischöflichen Generalvikariats (BGV) über Haftungsfragen und notwendige Organbesetzungen, die in Stiftungen Engagierte beachten sollten. Dazu stellte er die Grundlagen der kirchlichen Stiftungsordnung vor. Der Kirche habe der Gesetzgeber das Sonderrecht eingeräumt, kirchliche Stiftungen selbstständig im Rahmen der geltenden Gesetze zu verwalten. Das BGV übernehme hierfür im Bistum Münster die Aufsicht.

Hörstrup erläuterte auch Lösungswege, wenn eine Stiftung in ihrer bisherigen Form nicht fortbestehen könne. Hier biete sich statt Auflösung die Zusammenlegung mit einer anderen Stiftung oft als gute Alternative an, zu der die Fachleute im BGV ebenfalls beraten könnten.

Das dritte Impulsreferat hielt Timo Brunsmann, Stiftungsberater bei der DKM Darlehnskasse Münster eG. Er präsentierte aktuelle Trends im Stiftungsbereich, konkret zeitgemäße Strategien bei der Kapitalanlage. Außerdem gab er Hinweise dazu, wie Stiftungen erfolgreich Rücklagen bilden und so ihr Kapital erhalten – denn nur aus den Zinsen des Kapitals, abgesehen von Spenden, können Stiftungen ihre Zwecke fördern.

Brunsmanns drittes Thema war die Unterstützung bei der Einwerbung von Spenden, die die DKM anbietet, beispielsweise durch Vorstellung von Stiftungen im Internet mit oder ohne eigenen Internetauftritt. Einen besonderen Schwerpunkt legte er dabei auf Marketing-Fragen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen trafen sich Fachleute und Stiftungsvertreter noch zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Unter anderem diskutierten sie über die Frage, ob Stiftungen eher Zustiftungen zwecks Kapitalvermehrung oder Spenden einwerben sollten. Weitere Themen waren der Einsatz Ehrenamtlicher, die Verwendung von Stiftungserträgen und Marketing.

Einig waren sich die Teilnehmer in einem: Auch in Zukunft sollten sich die kirchlichen Stiftungen im Bistum weiter vernetzen, um voneinander zu lernen. Ebenso solle man sich auf diese Weise über neue Entwicklungen und Ereignisse im kirchlichen Stiftungswesen austauschen.

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