Ex-Finanzminister Helmut Linssen engagiert sich in Tenhumberg-Stiftung

Helmut Linssen.
Im Vorstand der Bischof Heinrich Tenhumberg-Stiftung setzt sich Helmut Linssen für das ungeborene Leben und schwangere Frauen in Not ein.

Es sind im wahrsten Sinne des Wortes die Kleinsten, denen die Bischof Heinrich Tenhumberg-Stiftung hilft: Sie unterstützt schwangere Frauen in Not – zum einen finanziell und zum anderen, indem sie zum Kind ermutigt, Beratung fördert und so Perspektiven aufzeigt. Für diesen Zweck setzt sich auch der ehemalige nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen ein: Seit Mai 2011 ist er im Vorstand der Stiftung und will auch zum zweiten bistumsweiten Stiftungstag am Samstag (5. Oktober 2013) nach Münster kommen.

Vor allem der Stiftungszweck überzeugte den Politiker: "Es ist wichtig, dass die Kirche unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit hilft. Außerdem ist die katholische Kirche gut beraten, wenn sie sich neben der Eucharistie auf die tätige Nächstenliebe als ihren Kern besinnt." Wenn Schwangere in Not seien, sei schnelle und unbürokratische Hilfe nötig, um eine Abtreibung zu verhindern: "Solche Hilfe leistet unsere Stiftung sehr überzeugend. Das Ja zum Kind darf nicht an einer finanziellen Notlage scheitern."

Vor diesem Hintergrund musste Helmut Linssen nicht lange überlegen, als er gebeten wurde, sich im Vorstand zu engagieren, "zumal die Anfrage zu einem Zeitpunkt kam, als ich nach dem Ausscheiden aus dem Amt des Finanzministers ein Zeitfenster für solche Aufgaben sah." In der jetzigen Position kümmert er sich vor allem um die Verwaltung des Stiftungsvermögens. "Auf diese Weise kann ich meine Sachkenntnis einbringen, denn Finanzen waren schon immer meine Profession", erläutert Linssen, der auch Bundesschatzmeister der CDU ist. Ihre Wurzeln hat diese Profession allerdings schon in seiner vor-politischen Zeit, als er mit seinem Bruder den elterlichen Agrargroßhandel in Geldern führte.

In der Tenhumberg-Stiftung kontrolliert er nun gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen die Verwendung der Stiftungsgelder. Seit ihrer Gründung durch den früheren Münsteraner Bischof Dr. Reinhard Lettmann im Jahr 2000 hat die Stiftung jährlich rund 100.000 Euro für ihren Zweck zur Verfügung gestellt. Helmut Linssen freut sich, dass das trotz der "schwierigen Kapitalmarktlage möglich war, weil meine Vorgänger das Kapital günstig angelegt haben." Für eine Stiftung ist das besonders wichtig, schließlich darf sie ihr Kapital nicht antasten, sondern ihre Vorhaben nur von dessen Zinsen beziehungsweise Dividenden finanzieren.

Dass die Tenhumberg-Stiftung das auch in Zukunft tun kann, da ist Helmut Linssen zuversichtlich: "Die Entwicklung ist weiter positiv. In jüngster Zeit haben wir Zustiftungen aus Nachlässen und größere Spenden erhalten, sodass das Stiftungskapital auf rund 2,8 Millionen Euro angewachsen ist." Ausgezahlt werden die Mittel über die münstersche Kommission zum Schutz des ungeborenen Lebens und die Schwangerenberatungsstellen von Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum.

Über die Zusammenarbeit mit diesen "kompetenten Beraterinnen und Beratern" ist Vorstandsmitglied Linssen froh. Ebenso überzeugt ihn als Fachmann – unter anderem ist er auch Finanzvorstand der RAG-Stiftung in Essen – allgemein die Arbeit in Stiftungsform: "Bei guter Verwaltung ermöglichen Stiftungen mit ihrem Vermögen dauerhafte Hilfe, die konstanter ist als die Spendenbereitschaft für bestimmte Ziele."

Daher freut sich Linssen, dass der Stiftungsgedanke in Deutschland zunehmend Früchte trägt: "Das zeigt, dass offensichtlich vermehrt Menschen bereit sind, an ihrer guten Situation andere teilhaben zu lassen und so auch ihre Dankbarkeit für das eigene Wohlergehen auszudrücken." Eine Stiftungsgründung biete jedem die Möglichkeit, "individuelle Ziele und Absichten über eine Satzung zu formulieren und damit spätere Verwalter an den gewollten Zweck zu binden." So, aber auch durch eine Zustiftung, könne man für die Gesellschaft etwas Bleibendes über das eigene Leben hinaus schaffen.

Dass die Bischof Heinrich Tenhumberg-Stiftung sich weiter für solche bleibenden Werte einsetzt, daran will Helmut Linssen weiter mitarbeiten und hat sich Ziele gesteckt. Unter anderem möchte er die Stiftung in seiner Heimat am Niederrhein bekannter machen, beispielsweise durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Letztlich solle das dazu dienen, "dass möglichst viele Menschen, die sich dazu in der Lage sehen, die Stiftung finanziell unterstützen. Denn wir sind im Großen und Ganzen ja eine wohlhabende Gesellschaft. Daran sollten diejenigen im Licht auch diejenigen im Schatten teilhaben lassen."

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pbm, 17.09.2013

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