Bistum Münster, Diözesancaritasverband und DKM veranstalten zweiten Stiftungstag im Bistum Münster

Christoph Bickmann, Bischof Felix Genn und Heinz-Josef Kessmann (v.l.).
Luden zum zweiten Stiftungstag nach Münster ein: Christoph Bickmann, Vorstandsvorsitzender der Darlehnskasse Münster, Bischof Felix Genn und Heinz-Josef Kessmann, Direktor des Diözesancaritasverbandes (v.l.).

Zahlreiche Interessierte haben sich am 5. Oktober 2013 beim 2. Stiftungstag im Bistum Münster über Fragen zum Stiftungswesen informiert. Zusammen mit dem Caritasverband für die Diözese Münster und der Darlehnskasse Münster (DKM) hatte das Bistum auf den Überwasserkirchplatz in Münster eingeladen. 15 Stiftungen stellten sich und ihre Arbeit in einem großen Zelt vor. Bei Vorträgen und einem Stiftungstalk ging es unter anderem um juristische und steuerliche Fragen, die bei der Errichtung einer Stiftung zu beachten sind. Stifterinnen und Stifter informieren über ihr Engagement und ihre Motivationen, auch gab es Anregungen, wie man in einer Stiftung andere zum Mitmachen oder zur Unterstützung gewinnen kann.

Zu Beginn des Stiftungstags erinnerte der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, daran, dass er in seiner Jugend oft gehört habe: "Es geht jemand stiften". Sei das immer dann gesagt worden, wenn jemand etwas verbrochen hatte, so betonte der Bischof dagegen: "Hier und heute braucht aber niemand ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er stiften geht." "Menschen, die stiften, wollen Gutes tun. Sie stellen das, was sie haben, anderen nachhaltig zur Verfügung", dankte der Bischof Stifterinnen und Stiftern für ihr Engagement. "Das ist ein Akt des Mutes und der Nächstenliebe", betonte der Bischof.

Zu den 15 Stiftungen, die sich präsentierten, gehörte unter anderem auch die Jugendstiftung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Münster. Sie hat den Namen "Weitblick" und unterstützt innovative Jugendprojekte. Heinz-Josef Kessmann, Direktor des Diözesancaritasverbandes stellte die Caritas Gemeinschaftsstiftung für das Bistum vor. Sie will verschiedene caritative Stiftungsaktivitäten unter einem Dach bündeln und dort Hilfe leisten, wo es am notwendigsten ist. Werner Tenambergen, Leiter des Christophorus-Hauses in Münster, machte auf die neuen Aufgaben des Trägers, der Bischof-Hermann-Stiftung, aufmerksam. Nicht nur um Wohnungslose kümmert sie sich inzwischen: "Seit September betreuen wir ambulant Menschen mit sozialen Schwierigkeiten in ihrer Wohnung", erläuterte er. Sorgen bereiten ihm auch die vielen Menschen mit Migrationshintergrund, die in den Notunterkünften auftauchen. "Sie fallen durch alle Netze."

Ein anderes Beispiel: Bis zu 30.000 Euro jährlich schüttet in Herten die Hermann-Schäfers-Stiftung an sozial Schwache aus. Jedes dritte Kind lebe hier von Hartz IV, berichtete Jan Hindrichs. "Zurzeit bekommt die Jugendgerichtshilfe von uns Geld für einen erlebnispädagogischen Workshop für Jugendliche", nannte er ein konkretes Beispiel, wie geholfen wird. Und Thomas Daniel, Stiftungsvorstand der Dreikönigsstiftung in Lünen, berichtete über die vielen kleinen und größeren Projekte, die die Stiftung in den acht Jahren ihres Bestehens bereits auf den Weg gebracht hat: von der Förderung von Kindern und Jugendlichen bis hin zur Unterstützung alter, bedürftiger Menschen.  

pbm, 07.10.2013

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